Dranbleiben statt Durchhalten

mehr self care

Warum Self‑Care‑Routinen einfach sein müssen?

Viele Frauen sagen mir in Gesprächen oder vor meinen Workshops immer den gleichen Satz:

„Ich mache das eine oder andere – aber ich bleibe nicht dran.“

Dieser Satz ist radikal ehrlich und genau daran scheitern so viele. Denn Dranbleiben ist wesentlich, aber was steckt in diesem Satz dahinter?

Oft viel Selbstkritik: Zu wenig Disziplin. Zu wenig Konsequenz. Zu wenig Durchhaltevermögen.

Ich möchte diesen Blick heute bewusst verschieben.

Denn in den meisten Fällen scheitert Self Care nicht am Willen. Sie scheitert daran, dass die Routinen nicht ganz persönlich auf dein Leben, auf deinen Charakter und dein Alltag ausgerichtet ist.

Warum viele Self‑Care‑Ansätze im Alltag nicht funktionieren

Viele Self‑Care‑Konzepte sind gut gemeint – aber schlecht im Alltag verankert. Konkret nicht praktisch und nicht auf deine persönlichen Bedürfnisse abgestimmt. 

Sie sind:

  • zu umfangreich

  • zu verkopft

  • zu zeitintensiv

  • oder fühlen sich an wie ein weiteres Projekt auf der To‑do‑Liste

Was dann passiert, ist vorhersehbar: In ruhigen Phasen klappt es eine Weile.

Sobald der Alltag dichter wird, fallen diese Routinen als Erstes weg.

Ich habe so viel selber ausprobiert. Ich kann dir voraussagen, dass das auch bei dir so sein wird. 

Nicht, weil du unfähig bist. Sondern weil dein Nervensystem unter Druck keine zusätzlichen Anforderungen verarbeiten kann. So war es zumindest bei mir und vielen meiner Kundinnen. 

Dranbleiben“ ist kein Charakterthema

Wenn dein Nervensystem im Daueranspannungsmodus läuft, geht es ums Überleben.

Dann zählt:

  • reagieren

  • funktionieren

  • durchhalten

In diesem Zustand ist Dranbleiben keine Frage der Motivation.

Ein überreiztes Nervensystem kann nicht konsequent sein. Es sucht Entlastung – nicht weitere Aufgaben.

Deshalb ist es wenig hilfreich, dir vorzunehmen:

„Ich muss das jetzt einfach besser durchziehen.“

Was dein System braucht, ist etwas anderes.

Barfuss laufen

Self Care darf kein Leistungsprojekt sein

Viele Frauen behandeln Self Care – oft unbewusst – genauso wie ihre Arbeit:

Planen. Umsetzen. Bewerten. Optimieren.

Und wenn es nicht klappt, entsteht innerlich zusätzlicher Druck.

So wird aus Selbstfürsorge ein weiteres Leistungsfeld. Und genau das ist der Punkt, an dem Self Care ihre Wirkung verliert.

Echte Self Care darf nicht fordern. Sie muss dich entlasten.
 

Routinen müssen dich dir Freude machen und gut tun – nicht umgekehrt

Eine tragfähige Self‑Care‑Routine erkennst du nicht daran, wie oft du sie machst – sondern daran, wie sie sich anfühlt und wie ihre langfristige Wirkung ist.

Sie:

  • passt auch in volle Tage

  • braucht wenig Entscheidungskraft

  • wirkt regulierend auf dein Nervensystem

  • gibt dir Halt, statt Energie zu ziehen

Gute Routinen sind nicht spektakulär. Aber sie sind verlässlich. 

Sie greifen genau dann, wenn Durchhalten eigentlich schon zu viel ist.

Warum der Körper der Schlüssel ist

Stress ist keine reine Kopfsache. Es ist eine körperliche Reaktion deines autonomen Nervensystems.

Solange dein System im Alarmmodus bleibt, helfen weder gute Vorsätze noch Wissen. 

Was es braucht, sind klare körperliche Signale, die dem Nervensystem Orientierung geben:

Es ist sicher. Du darfst regulieren.

Deshalb arbeite ich mit einfachen körperbasierten Zugängen, die ohne Druck wirken –und nicht erst dann möglich sind, wenn alles ruhig ist. 

Damit du meine Ansätze ausprobieren kannst, verlinke ich dir hier meine wertvollsten Tipps für mehr Gelassenheit. 

Hol dir meine kostenlosen Tipps für gesunde Routinen im Alltag. 

kaltes armbad

Fazit: Self Care darf leicht sein – sonst funktioniert sie nicht

Wenn du merkst, dass du immer wieder startest und wieder aufhörst, ist das kein persönliches Versagen.

Es ist ein Hinweis darauf, dass deine Routinen dich (noch) nicht tragen.

Self Care beginnt dort, wo dein Nervensystem entlastet wird –nicht dort, wo du dich weiter antreibst.

Workshop SELF CARE: Raum für machbare Routinen

Wenn du spürst, dass du nicht noch mehr Tipps brauchst, sondern Routinen, die dich im Alltag wirklich unterstützen, lade ich dich herzlich ein:

Workshop SELF CARE – 31. Januar 2026

Ein Tag, an dem du:

  • aus dem Durchhalten aussteigst

  • spürst, was deinem Nervensystem guttut

  • tragfähige, alltagstaugliche Routinen entwickelst

  • und Self Care nicht als Leistung, sondern als Unterstützung erlebst

In einer kleinen Gruppe. Persönlich. Ohne Druck.

HIER GEHT ES ZUR ANMELDUNG UND ALLEN DETAILS

Manchmal braucht es nicht mehr Disziplin. Sondern einen Rahmen, der dich trägt.

Ich freue mich darauf, dich dabei zu begleiten.

Herzlich Isabelle