Ich musste erst lernen, dass es auch anders geht.
Mein Geschäft stand für mich viele Jahre an erster Stelle.
Ich habe sechs Tage die Woche gearbeitet, abends und samstags, nämlich dann, wenn meine Kundinnen Zeit hatten. Meine persönliche Dienstleistung und mein Anspruch an meine Arbeit waren mir enorm wichtig.
Und ich habe das gerne gemacht.
Damals hatte ich nicht das Gefühl, dass ich zu viel arbeite. Mein Geschäft war mein Leben. Ich war mit Leidenschaft Unternehmerin und wollte meinen Kundinnen die Qualität und persönliche Betreuung bieten, für die ich stand.
Als mein Leben voller wurde
Mit der Geburt meiner ersten Tochter begann sich etwas zu verändern.
Plötzlich war da nicht mehr nur mein Geschäft. Ich wollte für meine Familie da sein und gleichzeitig meinem Anspruch als Unternehmerin weiterhin gerecht werden.
Mit zwei Kindern wurde diese Herausforderung noch grösser. Ich legte meine Arbeitszeiten zunehmend auf Randzeiten, arbeitete, wenn mein Mann zu Hause war oder meine Mutter zu den Kindern schauen konnte.
Ich wollte beidem gerecht werden. Und genau das erzeugte einen enormen inneren Druck.
Mein Körper begann mir immer deutlicher zu zeigen, dass dieser Rhythmus für mich nicht mehr stimmte. Ich war körperlich erschöpft, häufiger krank und hatte immer wieder Migräne.
Doch sobald es mir nach einigen Tagen wieder besser ging, war ich vor allem froh, wieder funktionieren zu können.
Und machte weiter wie vorher. Heute weiss ich, wie leicht das passiert.
Wir nehmen die Signale unseres Körpers wahr. Wir merken, dass wir erschöpft sind, schlecht schlafen, unruhiger werden oder keine richtige Energie mehr haben.
Aber solange es irgendwie geht, machen wir weiter.
Bei mir gab es keinen grossen Wendepunkt
Ich hatte nicht diesen einen Moment, an dem ich wusste: Jetzt muss ich mein ganzes Leben verändern.
Meine Veränderung war ein Prozess.
Ich begann, meine Prioritäten neu zu setzen und mich zu fragen, was ich eigentlich wirklich wollte.
Was tut mir gut? Wie möchte ich arbeiten? Was ist mir neben meinem Beruf wichtig? Was muss ich nicht mehr machen? Und wo darf ich auch einmal Nein sagen?
Nach und nach fand ich einen Rhythmus, der besser zu meinem Leben passte. Ich merkte, wie viel es verändert, wenn ich mir auch im Alltag Zeit für mich nehme und Dinge tue, die mir Freude machen.
Meine späteren Gesundheitsausbildungen haben diesen Weg vertieft. Ich begann noch besser zu verstehen, wie deutlich unser Körper mit uns kommuniziert und wie wichtig es ist, seine Signale nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn sie immer lauter werden.
Heute weiss ich: Es geht auch anders.
Es geht auch langsamer. Es geht auch, wenn du nicht zu allem Ja sagst. Es geht auch, wenn du nicht überall mithilfst und nicht immer verfügbar bist.
Und es geht auch, wenn du dich selbst und deine Bedürfnisse wieder wichtiger nimmst.
Das bedeutet für mich nicht, weniger ambitioniert zu sein.
Ich liebe es bis heute, etwas zu bewegen, Ideen umzusetzen und unternehmerisch tätig zu sein. Aber ich habe gelernt, dass Leistung, Verantwortung und das eigene Wohlbefinden keine Gegensätze sein müssen.
Genau diese Erfahrung prägt heute meine Arbeit.
Naturverbunden & tierisch inspiriert
Du triffst mich fast täglich im Wald oder an einem Bach – gemeinsam mit meiner Galga-Hündin Shana.
Einmal pro Woche zieht es mich zudem in den Stall zu meiner 26-jährigen Stute Kaela. Auch wenn ich nicht mehr reite, verbringe ich gerne Zeit bei ihr.
Tiere begleiten mich schon mein ganzes Leben. Seit meiner Kindheit habe ich Katzen. Jedes Tier war und ist heute noch auf seine Weise ein wunderbarer Lehrer. Besonders das Reiten hat mir geholfen, meine Ängste zu überwinden, dafür bin ich Kaela unendlich dankbar.
Du musst nicht warten, bis dein Körper immer lauter wird.
Heute begleite ich vor allem berufstätige Frauen, die viel leisten und Verantwortung tragen. Frauen, die ihr Leben eigentlich gut im Griff haben und trotzdem merken, dass ihnen Ruhe, Energie, Zeit für sich oder einfach die Freude immer öfter fehlen.
Dabei glaube ich nicht an den einen richtigen Weg für alle.
Manchmal braucht es ein persönliches Gespräch. Manchmal Abstand vom Alltag. Manchmal hilft es, über den Körper wieder zur Ruhe zu kommen. Und manchmal beginnt die Veränderung mit einer kleinen Grenze oder einem Nein an der richtigen Stelle.
Mir ist wichtig, gemeinsam herauszufinden, was du gerade brauchst und was sich tatsächlich in dein Leben integrieren lässt.
Denn vielleicht muss nicht dein ganzes Leben anders werden.
Vielleicht darfst du beginnen, deinen eigenen Rhythmus darin wiederzufinden.
Finde heraus, was du wirklich willst. Finde deinen Weg und deinen Rhythmus.
Mein Weg
Sound Medicine Coach bei Dr. Lisa Schuster, München
Gesprächscoaching Ausbildung nach Invaluation
Gesundheitsberaterin nach Sebastian Kneipp
Dozentin für Sachkunde V-NISSG
Weiterbildung in klassischer Hömopathie für Tiere
Lernspychologie für Pferd & Hund
Permanent Make up Stylistin
Kosmetikerin EFZ
Klassische Massage Ausbildung
Kaufmännische Ausbildung EFZ
